Pauschale Preissenkungen sind wenig zielgenau
In der EU dominierten Maßnahmen, die Energie für Endverbraucher verbilligen, zum Beispiel durch Steuersenkungen. Auch der deutsche Tankrabatt senkte die Kraftstoffpreise spürbar. Davon profitieren jedoch alle Kraftstoffverbrauchenden – unabhängig von Einkommen und Betroffenheit –, während der Staat hohe Kosten trägt. Zugleich schwächen pauschale Preissenkungen den Anreiz, bei knappem Angebot weniger zu verbrauchen. Dadurch verschärft sich die angespannte Versorgungslage. Die Studie empfiehlt deshalb gezielte Unterstützung für besonders belastete Haushalte. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass viele Menschen ihren Kraftstoff- und Heizenergiebedarf kurzfristig nur begrenzt reduzieren können.
Gezielte Hilfen frühzeitig vorbereiten
Damit Unterstützung im Krisenfall schnell ankommt, braucht es eine geeignete digitale Infrastruktur, um bedürftige Haushalte frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu entlasten. Der deutsche Direktauszahlungsmechanismus könnte dafür weiterentwickelt werden. Langfristig können Energieeffizienz und Elektrifizierung die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verringern.
Die Vorabstudie basiert auf der laufenden Untersuchung „Resilienz flüssiger Energieträger und Grundstoffe“, die Fraunhofer ISI, Fraunhofer IEG und die HEAS AG im Auftrag von ESYS erarbeiten. Die Hauptstudie soll im Februar 2027 erscheinen.