Debatte

Energiefachleute diskutieren über aktuelle Themen der Energie- und Klimapolitik

Sollten Verbrennungsmotoren verboten werden? Macht es Sinn, das Energiesystem auf 100 Prozent Erneuerbare umzustellen? Funktioniert der Emissionshandel oder nicht?

Über diese Fragen lässt sich streiten – das wollen wir an dieser Stelle tun. Je zwei Experten begründen ihren Standpunkt zu einem aktuellen Energiethema. 

Aktuelle Beiträge

Debatte | November 2018

Helfen Sektorziele, den Klimaschutz effizient voranzutreiben?

Sind Einzelziele wirkungsvoll oder braucht es sektorübergreifende Instrumente für den Klimaschutz? In der Debatte betont Franzjosef Schafhausen die Lenkungswirkung von Zielen und hält die Sektorziele für realistisch. Felix Müsgens argumentiert, Einzelziele bremsen die Sektorkopplung aus und verteuern die Energiewende.

Weitere Beiträge

Debatte | September 2018

Kostenfreier Nahverkehr – schöne Idee, aber kann das klappen?

Die Verkehrsforscherin Barbara Lenz hat untersucht, wie viele Autofahrer tatsächlich auf den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) umsteigen würden, wenn er gratis wäre. Der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg Ulrich Maly will den ÖPNV stärken. Kostenlos könne er jedoch nur sein, wenn der Bund seinen finanziellen Beitrag zum Nahverkehr leiste.

Debatte | November 2017

Nadelöhr negative Emissionen: Lassen sich die internationalen Klimaziele nur erreichen, wenn der Atmosphäre CO2 entzogen und gespeichert wird?

Immer mehr Klimaforscher sind überzeugt davon, dass sich die globale Erwärmung allein durch sinkende Emissionen nicht stoppen lassen wird. Sie gehen einen Schritt weiter und wollen der Atmosphäre Treibhausgase entziehen. Die Idee: Kohlendioxid wird in Produktionsprozessen oder aus klimaneutralen Biomassekraftwerken abgeschieden und weiterverarbeitet oder in der Erde gelagert – sogenannte negative Emissionen. Der Sozialwissenschaftler Oliver Geden fordert, endlich mehr über dieses Thema zu forschen und geeignete Technologien zu entwickeln, während Christoph Bals von Germanwatch in Teilen skeptisch bleibt.

Debatte | September 2017

Hilft oder bremst der Emissionshandel auf dem Weg zum Kohleausstieg?

Dass der Ausstieg aus der Kohleverstromung irgendwann kommen wird, ist klar. Umstritten ist jedoch, ob der deutsche Kohleausstieg automatisch die CO2-Emissionen sinken lässt. Denn das europäische Emissionshandelssystem (ETS) legt die Emissionsgesamtmenge fest, ungeachtet dessen, wie viele deutsche Kohlekraftwerke nachfragen. Was deutsche EVU nicht benötigen, kann woanders emittiert werden. Die Folge: Es gibt zu viele Zertifikate, und die CO2-Emissionen sinken nicht. Doch wie kann der Emissionshandel zum Treiber des Kohleausstiegs werden?

Debatte | Juli 2017

Mieterstrom: Beteiligungschance oder zusätzliche Belastung für Verbraucher?

Mit der Solaranlage auf dem Hausdach lokalen Strom erzeugen, ihn preiswert beziehen oder ins Netz einspeisen und vergüten – was Hausbesitzer schon lange können, steht jetzt auch Mietern frei. Das Ende Juli verabschiedete Gesetz zur Förderung von Mieterstrom macht es möglich. Werden Bürgerinnen und Bürger damit zu Prosumern, die die Energiewende aktiv mitgestalten, Geld sparen und nebenbei den Photovoltaikausbau in Städten vorantreiben – oder verschärft das Gesetz durch steigende Netzentgelte und Abgaben die Schieflage zwischen einkommensschwachen und wohlhabenden Haushalten?

Debatte | Mai 2017

Blockchain - zwischen Hoffnung und Hype

Blockchain ist seit einiger Zeit der Aufreger in der Energiewirtschaft. Die Fans dieses digitalen Internetprotokolls träumen schon von einer dezentralen Energiezukunft, in der die Balkon-Solaranlage eines Mieters ihren Ökostrom gegen Bitcoins an den Toaster des Nachbarn verkauft – ganz ohne Zwischenhändler und andere Intermediäre. Doch kann man den Handel mit Energie tatsächlich einem vollautomatisch agierenden Transaktionsnetzwerk überlassen, ohne dass eine zentrale Instanz über die Versorgungssicherheit wacht?

Debatte | März 2017

Für und Wider den Verbrennungsmotor

Geht es nach der Bundesregierung, leben und wirtschaften wir ab 2050 in Deutschland weitgehend treibhausgasneutral. Um dieses Ziel zu erreichen, dürfen Fahrzeuge, die ab 2030 neu zugelassen werden, kaum noch klimaschädliches Kohlendioxid ausstoßen. Der Bundesrat, die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen sowie einige Wissenschaftler schlagen deshalb vor, künftig Autos mit Verbrennungsmotoren zu verbieten. Der Sozialwissenschaftler Weert Canzler und der Chemiker Robert Schlögl diskutieren, ob ein solches Verbot sinnvoll ist.